Rallye Peking Paris

13.695 Kilometer in 35 Tagen

– in einem Vier-Tonnen-Metallkoloss mit 140 Pferden. Vom 12. Juni bis 17. Juli 2016 begeben sich Ingo Strolz und Werner Gassner zum zweiten Mal auf das wohl außergewöhnlichste Abenteuer auf vier Rädern – die Rallye Peking Paris! Nach ihrer erfolgreichen Teilnahme an der Rallye im Jahr 2013 mit dem 25. Gesamtrang, gehen die beiden nun wohl mit einem gewissen Wissensvorsprung erneut in das härteste Oldtimerrennen der Welt.

_DSC2379-2

Das härteste Oldtimerrennen der Welt

Ihr Auto wird wiederum der American La France Tourer Speedster sein. Fast ein Jahrhundert nach seiner Erbauung im Jahr 1917, ist der Oldtimer mit dem gigantischen Hubraum von 14,5 Liter das zweitälteste Fahrzeug im Starterfeld. So starten die beiden einzigen Teilnehmer aus Österreich mit der Nummer 2 in das Rennen und freuen sich schon auf die neue Herausforderung:

_DSC1975-2

Jeder, der durchkommt, ist ein Sieger!

„Diese Rallye ist das Anspruchsvollste und zugleich Erstaunlichste, was mit Oldtimern erlebt werden kann. Mehr als 13.000 Kilometer, meist auf unbefestigten Wegen, mit einer Technik, die nur mehr eine Handvoll fahren kann. Immer am Limit“, umreißt Ingo Strolz seine Passion. Die Rallye ist eine Tortur für Mensch und Maschine und das wohl letzte große Abenteuer auf vier Rädern.

pekpa01

Das Rennen

  • Das größte Motor-Abenteuer der Welt
  • Route
  • Ein Event mit Geschichte
  • Das Auto

Die 6. Peking to Paris Motor Challenge 2016 startet bei der Chinesischen Mauer außerhalb Pekings am Sonntag, den 12. Juni und endet 35 Tage später in Paris, am Place Vendôme, am Sonntag, den 17. Juli 2016. Die Peking Paris Rallye fand zuletzt in den Jahren 1997, 2007, 2010 und 2013 statt und erstreckt sich 2016 auf einer Gesamtlänge von 13.695 Kilometern. Damit ist die Strecke noch einmal rund 1.500 Kilometer länger als 2013. Die Rallye führt quer durch den asiatischen und europäischen Kontinent – durch China, die Mongolei, Russland, Weißrussland, Polen, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Italien, die Schweiz, Frankreich und endet schließlich in Paris. Die Routenplanung bietet einige der härtesten Terrains und ein anspruchsvolles einzuhaltendes Zeitmanagement. Sie beinhaltet u. a. abenteuerliche Abschnitte, wie etwa in der nördlichen Mongolei oder aufregende Bergstrecken in den Alpen. Eine Strecke ohne Kompromisse, mit teilweise sehr langen und anstrengenden Etappen. Ein echtes Abenteuer und eine echte Herausforderung.
Die 120 Teilnehmer der Peking Paris Rallye 2016 müssen Zelte, Schlafsäcke, alle Ersatzteile (auch Ersatzreifen) im Auto selbst mittransportieren. Auch die Optik der Fahrzeuge spielt eine Rolle. So sollen die Oldtimer entsprechend ihrer Entstehungsperiode aussehen, um den Spirit der Rallye widerzuspiegeln.
Organisiert wird das Event von der Endurance Rally Association (ERA). Längst genießt das legendäre Rennen Kultstatus bei allen Automobil-Fans.

Die Route der Peking – Paris Rallye 2016 führt von Peking aus zunächst in die abenteuer-lichsten, wunderschönen Regionen in der nördlichen Mongolei. Von dort geht es weiter nach Russland, wo naturgemäß ein großer Teil der Rallye gefahren wird. Die Route führt dann weiter nach Weißrussland, durch Polen, die Slowakei, Ungarn, Slowenien, Italien, die Schweiz und Frankreich.
Mit einer Gesamtlänge von 13.695 Kilometern ist die Strecke noch einmal rund 1.500 Ki-lometer länger als 2013. Die Rallye führt quer durch den asiatischen und europäischen Kontinent, bietet einige der härtesten Terrains und fordert ein gutes Zeitmanagement. Täglich sind zwischen 180 und 668 Kilometer an Distanz zu bewältigen. Eine Strecke ohne Kompromisse, mit teilweise sehr langen und anstrengenden Etappen. Ein echtes Abenteuer und eine echte Herausforderung.

Das Autorennen Peking-Paris wurde erstmals 1907 auf der beinahe 16.000 km langen Distanz von Peking nach Paris veranstaltet. Die Idee dazu stammte von der Pariser Zeitung Le Matin, die am 31. Januar 1907 die etwas provozierende Frage veröffentlichte: „Was heute noch bewiesen werden muss, ist, dass ein Mann, solange er im Besitz eines Autos ist, alles tun und sich überall hinbegeben kann. Gibt es jemanden, der diesen Sommer eine Fahrt per Automobil von Peking nach Paris unternehmen wird?“
Daraufhin meldeten sich 40 Teilnehmer für das Rennen an. Letztendlich bewältigten jedoch nur fünf Teams den Schiffstransfer ihrer Fahrzeuge nach Peking. Obwohl das Rennen daraufhin eigentlich abgesagt wurde, starteten die fünf Teams dennoch. Für das Rennen galten keinerlei Regeln. Fest stand nur, dass derjenige, der mit seinem Kraftwagen als erster Paris erreichte, eine Magnum-Flasche Mumm-Champagner als Preis erhalten würde. Für die Teams begann somit der härteste Marathon ihres Lebens. Am 10. August 1907, 60 Tage nach dem Start in Peking, erreichte Prinz Scipione Borghese mit seinem Itala und Mitfahrer Ettore Guizzardi Paris. Die anderen Fahrer erreichten Paris nach Überwindung zahlreicher Risiken und Hindernisse erst einige Wochen später.
Neunzig Jahre nach der ersten Rallye – 1997 – wurde ein Revival der Peking Paris Rallye organisiert, allerdings mit veränderter Strecke über den Süden Tibets. Erst 2007, also 100 Jahre später, wurde beschlossen, wieder die ursprüngliche Route zu fahren.

American La France Tourer Speedster, Baujahr 1917
Der American La France Tourer, Baujahr 1917 hält mit 14,5 Litern Hubraum einen kaum überbietbaren Rekord im Starterfeld. Mit seinen Speichen aus Holz und dem Kettenantrieb galt er bereits 2013 als eines der beeindruckendsten Automobile bei der Rallye Peking – Paris. Hunderte Arbeitsstunden investierten Ingo Strolz und Werner Gassner in ihren American La France Tourer, um den 14,5 Liter-Reihensechszylinder mit 140 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h erneut auf Vordermann zu bringen.
2014/15 wurde der American La France Tourer komplett zerlegt. Durch die Peking – Paris Rallye 2013 war das Auto extrem in Mitleidenschaft gezogen worden. Vom Zylinder bis zu den Lagern war mehr oder weniger alles kaputt. In unzähligen Arbeitsstunden zerlegte Werner Gassner das Auto komplett. Mehr als 600 Teile wurden neu konstruiert, gegossen und angefertigt. Bis auf die letzte Schraube wurde der La France von Werner Gassner neu zusammengesetzt und für die Rallye fit gemacht. Der erste Testlauf erfolgte Mitte 2015 – mit der Teilnahme an der Ennstal-Classic. Von Vorarlberg fuhr das Team Strolz-Gassner ins steirische Ennstal, nahm an der dreitägigen Rallye teil und fuhr mit dem American La France wieder retour. Ende März 2016 wird der American La France Tourer abgeholt und per Schiff nach China transportiert. Bis dahin wird natürlich noch weiterhin am Auto getüftelt, um bestens für die Peking – Paris Rallye gerüstet zu sein.
American LaFrance (ALF) war ein Hersteller von Feuerwehr- und Rettungsfahrzeugen in Summerville, South Carolina (USA) mit einer bis in das Jahr 1832 zurückreichenden Geschichte. Schon seit den 1920er Jahren wurden Feuerwehrwagen von ALF zu Rennwagen umgebaut, meist Speedster genannt. Dazu wurden die Rahmen gekürzt und die Ausstattung auf das Notwendigste reduziert.
Das Hubraum-Monster kam Anfang der 20er Jahre nach Australien und 2011 nach Österreich – in die Hände von Ingo Strolz, der damit vor allem ein Ziel anvisierte: die Rallye Peking – Paris!

Die Fahrer

Ingo Strolz

Pilot

Bereits als kleiner Junge entwickelte Ingo Strolz enormes Interesse an Automobilen, welches bis heute keinen Abbruch tat. Ingo Strolz besitzt nicht nur den American La France Tourer, sondern hat auch noch weitere Schmuckstücke in seiner Garage, die sich durchaus sehen lassen können. Seine besondere Passion gilt Automobilen aus der Vorkriegszeit. Der Hotelier aus Lech am Arlberg formuliert es so: „Diese Automobile sind kompromisslos, so puristisch, dass alles an ihnen eine Herausforderung ist. Aber eben eine faszinierende Herausforderung!“

Werner Gassner

Co-Pilot

Werner Gassner, ein leidenschaftlicher Schrauber, unterstützte Ingo bei all seinen Vorhaben und wurde zu seinem „Haus und Hof“- Mechaniker sowie zu seinem Beifahrer und Navigator. Werner Gassner hatte maßgeblichen Anteil am Erfolg der beiden Fahrer bei der Peking Paris Rallye 2013. „Ohne ihn wäre ein Durchkommen bei der Rallye Peking – Paris 2013 nicht möglich gewesen!“, bestätigt Ingo Strolz.

Rallye Blog

Peking Paris 2013

Kontakt

Kontakt Info

Ingo Strolz und Werner Gassner

ERA_Logo